Spritzen in den Bauch

In meiner richtig guten, super tollen, sehr informativen Facebook-Gruppe („Fortgeschrittener Brustkrebs mit Mietnomaden“) erfuhr ich, dass es Trastuzumab und Pertuzumab jetzt auch als Spritze gibt. Die erste wurde von ihrem behandelnden Onkologen gefragt, ob sie das erhalten möchte. Davon hatte ich noch nie vorher gehört.

Ich habe also mal recherchiert:
Die Europäische Kommission hat der Firma Roche die Zulassung für Phesgo® erteilt. Das Medikament ist seit Februar 2021 verfügbar.

Daraufhin habe ich doch gleich meinen Onkologen informiert und ihm einen Ausdruck aus der Pharmazeutischen Zeitung dagelassen.

Und es hat geklappt! Ich erhielt im April einen Anruf aus der onkologischen Praxis, dass ich das beim nächsten Termin schon bekommen kann. Es ist eine Kombination der beiden Antikörper Pertuzumab und Trastuzumab, die ich bisher per Infusion in die Vene erhalten habe, zur subkutanen Injektion, also als Spritze.

Phesgo

Bild von Arek Socha auf Pixabay

Am 19.04. ging es also los, ich erhielt eine Spritze in den Bauch. Das Resultat: ein großer blauer Fleck. Aber den hatte ich nur beim ersten Mal. Die Spritze wird abwechselnd in die rechte oder linke Seite meines mittlerweile doch ganz schön gewachsenen Bauches gegeben. Dort befindet sich jedenfalls viel Fettgewebe. 😉 Laut Beipackzettel soll es ja abwechselnd in den rechten und linken Oberschenkel gegeben werden? Ich frage beim nächsten Mal nach, warum das bei mir anders gehandhabt wird.

Die Nebenwirkungen sind die gleichen wie bei der Infusion. Ich hatte jedoch den Eindruck, dass die Wirkung früher einsetzt. Ich radle also anschließend lieber direkt nach Hause, während ich sonst, nach der Infusion, noch irgendetwas erledigt hatte. Aber dafür dauert das Ganze nur fünf Minuten und ich bin innerhalb von einer halben Stunde wieder draußen. Das ist gerade zu Zeiten von Corona ein nicht zu unterschätzender Vorteil. 🙂

Die häufigsten Nebenwirkungen von Phesgo sind Alopezie (kreisrunder Haarausfall), Durchfall, Übelkeit, Anämie, Asthenie (Schwäche oder Kraftlosigkeit) und Arthralgie (Gelenkschmerzen). Der Haarausfall spielt bei mir natürlich keine Rolle. 🙂

Fazit: Das Medikament ist empfehlenswert. Ich hoffe, dass es noch lange wirkt. 😉

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