27. September 2016

Ich fahre also wieder zu dem Onkologen. Unterwegs denke ich noch, das wird schon alles nicht so schlimm sein, das stellt sich jetzt bestimmt alles als Irrtum heraus.

Ich betrete also das Behandlungszimmer des Onkologen, der hinter seinem Schreibtisch thront. „Wie Sie wahrscheinlich schon vermutet haben: Sie haben Krebs.“ Wumm, das saß. Das habe ich nicht erwartet. Das war wohl die Holzhammermethode. Ich dachte, sowas wäre out, von vorgestern. Kann man sowas den Patient_innen nicht schonender beibringen???

Er braucht noch mehr Material für eine Biopsie, entnimmt Proben aus meinen Lymphknoten unter der Achsel.

Ich erhalte Überweisungsscheine zu weiteren Kontrolluntersuchungen, fahre gleich dorthin. Die Überweisungsscheine sind unvollständig ausgefüllt, u. a. fehlt die Diagnose. Ich erhalte einen Termin zur Sklettszintigrafie in vier Wochen. In vier Wochen??? Lebe ich da überhaupt noch? Mich erfasst Panik.

Noch am gleichen Tag schreibe ich eine E-Mail an das Brustzentrum der Charité. Ich bin verzweifelt, traue diesem Onkologen nicht. Ich erhalte gleich einen Rückruf: Ich soll am nächsten Tag gleich um 8.30 Uhr in der Charité sein.

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